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Hondas kühner Plan: Absatzsteigerung um 67 % in den nächsten 5 Jahren

Verfasst am 25.September 2012 | von | Kategorien: Honda | Keine Kommentare
© panthermedia.net/supertrooper (Alex Varlakov)

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Der japanische Autohersteller Honda hat Großes vor: In den kommenden fünf Jahren soll der weltweite Produktabsatz um rund 63 Prozent von derzeit 23,9 Millionen auf mehr als 39 Millionen gesteigert werden; beim Fahrzeugabsatz ist gar eine Verdopplung von drei Millionen auf über sechs Millionen Fahrzeuge geplant. Dies teilte Honda-Präsident Takanobu Ito Ende September bei der Vorstellung der mittelfristigen Konzernziele mit.

Wie das funktionieren soll, ließ Ito ebenfalls wissen: Einerseits wolle man wieder mehr auf Sportlichkeit setzen, andererseits spiele der Einsatz und die Weiterentwicklung von Hybrid und Brennstoffzelle eine große Rolle. So plant Honda 2015 ein Brennstoffzellenauto auf die Straßen Asiens, Europas und Amerikas zu bringen, das auch preiswerter als bisher daherkommen soll. Bereits 2008 präsentierte der japanische Konzern ein mit Brennstoffzelle ausgestattetes Fahrzeug, den FCX Clarity, der als Nachfolger des 2002 ersten vorgestellten Brennstoffzellenmobils fungierte.
Unterdessen arbeitet Honda mit Nachdruck an der Verbesserung seiner Hybridtechnik – eine höhere Reichweite der Wagen, besonders im reinen Elektrobetrieb, ist das Ziel. An einem neuen Hybridantrieb für größere Fahrzeugmodelle wird getüftelt, geplant sind verschiedene Versionen mit zwei und drei Elektromotoren.

Als Symbol für die zukünftige Sportlichkeit steht nicht zuletzt die Rückkehr des Supersportwagens NSX, der ebenfalls mit einem Hybridantrieb unter der Haube fährt – nebenbei dem stärksten Hybridantrieb, der aus dem Hause Honda kommt. Ebenfalls geplant: ein Elektrosportwagen, der den simplen Namen „EV-Ster“ trägt. Daneben ist auch ein leistungsstärkeres Modell des Civic in Arbeit. In drei Jahren soll der Civic Type R im Motorsport der Konkurrenz davonfahren.
Um auch im SUV-Segment mitfahren zu können, wird es eine Mini-Crossover-Version auf Basis des Honda Jazz geben.

Auf dem Zweiradmarkt plant Honda-Präsident Ito ebenfalls mittels eines neuen Super-Sport-Bikes mit Rennsporttechnologie anzugreifen. Es soll an die Tradition der 1987er VFR750R anknüpfen.

Ob Honda seine optimistisch gesetzten Ziele erreichen kann, wird sich dann 2017 zeigen.

Design wird immer wichtiger

Verfasst am 3.Mai 2012 | von | Kategorien: Informationen | Keine Kommentare
© 3ddock - Fotolia.com

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Deutsche Autos sind nicht nur für ihre Qualität und gute Verarbeitung weltweit bekannt, sondern auch für ihr Design und die Innenraumgestaltung. Doch deutsche Autohersteller bekommen immer mehr Konkurrenz. Vor allem aus Japan und Korea drängen immer bessere Autos auf den hiesigen Markt.

Ein Beispiel für ein japanisches Modell, das technisch definitiv auf Wellenlänge mit Spitzenautos von VW oder Audi ist, ist der Mazda CX-5, die Antwort der Japaner auf den Boom nach kompakten Geländewagen. Der ist zwar noch keine reale Bedrohung für etablierte Automarken aus Europa oder US-Amerika, doch hat definitiv das Zeug dazu. Rund 70 Kilo weniger wiegt er als ein vergleichbares Auto von VW und bietet doch zehn Zentimeter mehr Höhe im Innenraum. Auch das Design überzeugt, der Innenraum ist relativ hochwertig. Wer weiß, was Mazda bei der nächsten Generation auffahren wird.

Denn von der Infrastruktur her sind die Japaner die Gewinner: Die Kosten für Entwicklung und Bau sind viel geringer als bei deutschen Autobauern, die Strukturen eines Unternehmens viel straffer gefasst. Kein Wunder, dass Hyuandai und Kia aus Korea regelmäßig beeindruckende Zahlen vorlegen können: Die Unternehmen wachsen mittlerweile schneller als VW. Längst sind die Zeiten vorbei, in denen deutsche Konzerne kein Auge auf den fernen Osten haben mussten. Und umgekehrt hat sich die Konkurrenz aus Japan und Korea definitiv von den deutschen Stärken inspirieren lassen.

Wie etwa im Fall Kia Ceed: Ein klarer Affront auf das deutsche Erfolgsauto schlechthin, den VW Golf. Noch dazu steckt hinter dem Design ein ehemaliger Chefdesigner von VW. Peter Schreyer hat den überzeugenden Kompaktwagen für den koreanischen Autobauer entworfen, genau wie den New Beetle oder den Audi TT. Mit High-Tech im Innenraum und überzeugender Leistung ist der Kia Ceed ein ernstzunehmender Konkurrent – VW und Ko müssen sich also bald etwas einfallen lassen!