Tag Archiv: Japan

Design wird immer wichtiger

Verfasst am 3.Mai 2012 | von | Kategorien: Informationen | Keine Kommentare
© 3ddock - Fotolia.com

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Deutsche Autos sind nicht nur für ihre Qualität und gute Verarbeitung weltweit bekannt, sondern auch für ihr Design und die Innenraumgestaltung. Doch deutsche Autohersteller bekommen immer mehr Konkurrenz. Vor allem aus Japan und Korea drängen immer bessere Autos auf den hiesigen Markt.

Ein Beispiel für ein japanisches Modell, das technisch definitiv auf Wellenlänge mit Spitzenautos von VW oder Audi ist, ist der Mazda CX-5, die Antwort der Japaner auf den Boom nach kompakten Geländewagen. Der ist zwar noch keine reale Bedrohung für etablierte Automarken aus Europa oder US-Amerika, doch hat definitiv das Zeug dazu. Rund 70 Kilo weniger wiegt er als ein vergleichbares Auto von VW und bietet doch zehn Zentimeter mehr Höhe im Innenraum. Auch das Design überzeugt, der Innenraum ist relativ hochwertig. Wer weiß, was Mazda bei der nächsten Generation auffahren wird.

Denn von der Infrastruktur her sind die Japaner die Gewinner: Die Kosten für Entwicklung und Bau sind viel geringer als bei deutschen Autobauern, die Strukturen eines Unternehmens viel straffer gefasst. Kein Wunder, dass Hyuandai und Kia aus Korea regelmäßig beeindruckende Zahlen vorlegen können: Die Unternehmen wachsen mittlerweile schneller als VW. Längst sind die Zeiten vorbei, in denen deutsche Konzerne kein Auge auf den fernen Osten haben mussten. Und umgekehrt hat sich die Konkurrenz aus Japan und Korea definitiv von den deutschen Stärken inspirieren lassen.

Wie etwa im Fall Kia Ceed: Ein klarer Affront auf das deutsche Erfolgsauto schlechthin, den VW Golf. Noch dazu steckt hinter dem Design ein ehemaliger Chefdesigner von VW. Peter Schreyer hat den überzeugenden Kompaktwagen für den koreanischen Autobauer entworfen, genau wie den New Beetle oder den Audi TT. Mit High-Tech im Innenraum und überzeugender Leistung ist der Kia Ceed ein ernstzunehmender Konkurrent – VW und Ko müssen sich also bald etwas einfallen lassen!

Ein Jahr nach der Katastrophe: Erfolg für japanische Autobauer

Verfasst am 23.April 2012 | von | Kategorien: Toyota | Keine Kommentare
© shirophoto - Fotolia.com

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Das Jahr 2011 brachen über Japan schwere Katastrophen und deren Folgen herein. Auch die Autoindustrie hatte schwer unter diesem Jahr zu leiden und Produktionsausfälle aufgrund der verheerenden Naturkatastrophen, ungünstige Wechselkurse und auch eine schwache Produktpalette machten den ansässigen Unternehmen schwer zu schaffen.
Sowohl für Toyota als auch Nissan und Honda zeigt sich das Ausmaß der Erdbebenkatastrophe in Japan bei einem Blick auf die Ergebnisse für das Ende März abgeschlossene Fiskaljahr.

Nun soll es für die drei großen Autobauer des Landes jedoch wieder einen Aufschwung in Richtung Spitze geben und auch Experten rechnen damit, dass im Hinblick auf den Verlauf dieses Jahres mit wiederkehrenden Erfolgen zu rechnen sei. Dafür sollen unter anderem der seit Februar abrutschende Yen, ein Wiederaufleben der Produktion und das Einführen neuer Modelle sorgen. So sorgt vor allem der Blick auf den Devisenmarkt für Erleichterung, der anzeigt, dass die japanische Landeswährung nach ihrem lang anhaltenden Hoch wieder gesunken ist. Für die auf Exporte angewiesenen Hersteller ist das eine gute Nachricht und die Regierung zeigte sich gewillt, den Kurs weiterhin stabil zu halten.

Noch ist nicht klar abzuschätzen, ob dieses Erholen auch ausreicht, um verlorene Marktanteile wieder zu gewinnen, denn die Konkurrenz aus Deutschland, Südkorea und den USA zeigt sich weiterhin stark. Zuversicht zeigt sich zumindest auf Seiten der Anleger, die die Aktien von Honda, Nissan und Toyota bereits wieder in die Höhe getrieben haben. Man rechnet damit, dass 2012 für die Japaner zu einem starken Produktionsjahr wird.

Schätzungen zufolge dürfte Toyota demnach für das vierte Quartal einen Gewinn von etwa 113 Milliarden Yen verzeichnen, was etwa 1,05 Milliarden Euro entspricht. Damit hätte man bereits mehr als das Vierfache des Gewinns vom Vorjahr erreicht.