Getestet: Lexus CT 200h

Mit dem neuen Lexus CT 200h hat man sich ehrgeizige Ziele gesetzt: zum einen will die fünftürige, fünfsitzige Limousine der Kompaktklasse die edle alternative zum Toyota Prius sein. Zum Anderem will es der Newcomer Lexus mit seinem Hybridantrieb mit den deutschen Premium-Diesel aufnehmen.

Eigentlich ist der tropfenförmige Technik-Pionier weltweit ein Bestseller. Bisher konnte er aber nur eine überschaubare Zahl deutscher Kunden begeistern. Daher will sich der Lexus nun in jeder anderen Hinsicht von seinem Motorenspender abheben. Das wird bereits am deutlich aufwändiger konstruierten Fahrwerk deutlich, denn dieses entwickelt spürbar mehr Dynamik als sein Pendant beim Prius. Beim gefälligen Design haben sich die Macher am europäischen Geschmack orientiert. Daher hat man hier auf einem klassischen Steilheck statt windkanaloptimiertem Kamm-Heck gesetzt. Die Grundform wird durch scharfe Kanten und dynamische Linien ergänzt. Gleichzeitig will der bislang kleinste Lexus auf Wiedererkennungswert nicht verzichten. Das Cockpit präsentiert sich gediegener als im futuristischen Prius: das Armaturenbrett ist schön geschwungenen, die Materialien sind hochwertig und sehr gut verarbeitet.

Der Stil des Cockpits passt sehr gut zum Hightech-Anspruch, für den die Toyota-Tochter und der Hybridantrieb stehen. Denn unter der Motorhaube werkelt eine Kombination aus einem 1,8-Liter-Vierzylinderbenziner mit 73 kW/99 PS und einem 60 kW/82 PS starken Elektromotor. Deren gemeinsamen Kräfte werden von einem Planetengetriebe intelligent zu 100 kW/136 PS gebündelt und zwischen Rädern, Batterie und Generator verteilt. Als Ergebnis liegt der Normverbrauch bei 3,8 Litern. Der Alltagsverbrauch des CT 200h liegt bei 5,5 Litern.

Der Antrieb überzeugt aber kaum – und da ähnelt der CT der Prius-Schwester doch sehr stark. Auch wenn der Japaner beim Mitgleiten im Verkehr noch so leise und gedämmt auftritt, wie es einem Wagen mit seinem Premiumanspruch angemessen ist, gibt die Motorenkombination beim energischen Tritt aufs Gaspedal ein unangenehmes Dröhnen von sich. Das bedeutet, dass ganze 10,3 akustisch ziemlich unangenehm untermalte Sekunden vergehen, bis Tempo 100 erreicht ist. Und maximal 180 km/h sind möglich.

Dagegen ist der Elektromodus ein wahres Fest für die Sinne.  Geräuschlos, aber durchaus druckvoll geht der CT dabei zur Sache. Leider ist der Elektromodus nicht ganz leistungsfähig: eine Strecke von zwei Kilometer schafft er nur bei ausreichend hohem Batteriefüllstand und nur bei einem Tempo unter 45 km/h. Das reicht nicht mal für das ökologisch korrekte Brötchenholen am Sonntagmorgen, denn bei kaltem Motor steht der ansonsten per Knopfdruck aktivierbare E-Modus nicht zur Verfügung.

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