Airbag-Probleme: Rückrufaktion bei japanischen Autoherstellern

3,4 Millionen Autos werden nun in einer Rückrufaktion aufgrund von technischen Problemen bei den japanischen Autoherstellern zurückgerufen. Betroffen sind die Hersteller Honda, Nissan, Mazda und Toyota.

Beim Marktführer Toyota werden laut Firmenangaben weltweit 1,73 Millionen Autos in die Werkstätten zurückgerufen, davon 62.000 in Deutschland. Vor allem die Modelle Lexus SC, Corolla und Tundra aus dem Herstellungszeitraum November 2000 bis März 2004 sollen betroffen sein. Bei Honda seien es weltweit 1,14 Millionen Autos, davon rund 56.000 Fahrzeuge in Deutschland. Betroffen seien die Baujahre 2001 bis 2003 und die Modelle CR-V, Odyssey und Civic. Bei Nissan rechne man mit 480.000 und bei Mazda mit 45.500 Wagen weltweit.

Probleme mit den Airbags

Auslöser des Problems sei das in die Airbags gefüllte Treibgas des japanischen Airbag-Herstellers Takata. So könnte es sein, dass das Luftkissen sich bei einem Unfall nicht richtig aufblase, teilten die Firmen mit. Außerdem könnte ein Feuer ausbrechen. Wer sich deshalb momentan lieber nach einem anderen Fabrikat umschauen möchte, der kann Autos aller Marken hier finden.

Toyota meldete jedoch, dass bisher keine Verletzungen oder Todesfälle wegen fehlerhafter Airbags gemeldet worden. Trotzdem können sich jetzt alle Kunden das fehlerhafte Teil kostenlos austauschen lassen. Eine Reparatur dauert in der Regel zwischen einer und zweieinhalb Stunden. Bereits in den letzten Jahren gab es bei Toyota einige Rückrufaktionen. So wurden im vergangenen Oktober sieben Millionen Autos zurückgerufen. Diese großen Zahlen kommen zustande, weil viele Autokonzerne aus Kostengründen bestimmte Teile nur bei einigen wenigen Zulieferern kaufen.

Deutsche Autohersteller wohl nicht betroffen

In deutsche Fabrikate sind die eventuell fehlerhaften Airbags wohl nicht verbaut worden. Porsche, Daimler, Opel und Volkswagen teile auf Nachfrage mit, dass sie die Produkte von Takata, dem zweitgrößten Herstellers von Auto-Sicherheitssystemen, nicht verwenden. Audi und BMW hingegen prüfen ihre Unterlagen noch, jedoch sei Takata  für sie nur ein kleiner Airbag-Lieferant, sodass nicht mit größeren Rückrufaktionen zu rechnen sei.

Bilderrechte: © nikkytok – Fotolia.com

Keine Kommentare bis jetzt.

Hinterlasse eine Nachricht