Archiv für Oktober 2012

Nissan Leaf – Überteuerter Elektro-Spaß

Verfasst am 16.Oktober 2012 | von | Kategorien: Nissan | Keine Kommentare
© Petair - Fotolia.com

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Die Spritpreise haben auch dieses Jahr wieder Rekordniveau erreicht, und ständig hört man, dass sich die Rohölreserven der Erde dem Ende neigen und nur noch bis zum Jahr 2050 ausreichen würden. Ob das nun so ist oder nicht, fest steht, dass die Automobilindustrie auch in Bezug auf den Umweltschutz daran arbeitet, Fahrzeuge mit alternativen Antrieben zu entwickeln. Das Elektroauto gibt es zwar bereits länger, aber der Plan, in einigen Jahren eine Million Elektroautos auf den Straßen Deutschlands zu haben, scheint immer noch utopisch. Dafür gibt es mehrere Gründe, wobei der Hauptgrund die zu hohen Kosten sind. So hofft man, dass durch spezielle Umweltprämien der Kauf von Elektroautos belohnt wird.

Vorreiter auf dem Gebiet der Elektroautos sind vor allem die Japaner. Und die Autos brauchen sich, was den Fahrkomfort angeht, auch nicht hinter etablierten Benzinern oder Diesel-Fahrzeugen zu verstecken. Der Nissan Leaf z. B. überzeugt beim Thema Fahrspaß auf ganzer Linie. Man ist nicht nur unglaublich leise unterwegs, sondern hat das Gefühl, man gleitet nur so über die Straße. Nicht umsonst wurde der Japaner zum Auto des Jahres 2011 in Europa und World Car of the Year (2011) gewählt. 4,45 Meter ist der Elektrowagen lang und bietet für bis zu fünf Personen Platz. Auch für die Einkäufe ist genug Raum. 330 Liter können befüllt werden, und wem das immer noch zu wenig ist, der kann durch das Umklappen der Rücksitze den Stauraum auf 680 Liter erhöhen. Jedoch muss man dabei etwas vorsichtig sein, da im Kofferraum auch die Ladekabel unter zwei abnehmbaren Platten gelagert sind. Bei zu hoher Belastung können hier Schäden entstehen.

Jede Fahrt durch die Stadt ist extrem bequem und dynamisch zu meistern. Bei entsprechender Fahrweise sind bis zu 200 Kilometer mit dem Leaf zu schaffen, der ca. acht Stunden aufgeladen werden muss. Eigentlich alles super, wäre da nicht der Preis, der mit 36 990 Euro ganz schön heftig anschlägt.

Honda Civic: Erst Frauenauto, dann Kombi

Verfasst am 8.Oktober 2012 | von | Kategorien: Honda | Keine Kommentare
© panthermedia.net/ 126089 (Arne Trautmann)

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Ein Auto, wie Frauen es mögen

Der Honda Civic macht 2012 gleich doppelt Schlagzeilen. Zuerst wird er als „Frauenauto des Jahres 2012“ in der Kategorie Exonomy Car gekürt. Zwanzig Expertinnen aus elf Ländern vergaben dem kleinen Japaner das Siegel ein wirtschaftliches Fahrzeug zu sein. Die Damen testeten die Autos auf weibliche Kaufkriterien. Dazu gehörten außer der Ästhetik und dem Sexappeal natürlich auch harte Fakten wie Preis-Leistungs-Verhältnis, Sicherheit, Fahrkomfort Laderaum und nicht zuletzt auch Kinder- und Umweltfreundlichkeit. Die beiden Jurorinnen aus den Niederlande (Henny Hemmes) und Neuseeland (Sandy Myhre) übergaben auf dem Pariser Autosalon die Auszeichnung den Japanern.

Außen kompakt, innen viel Platz

Doch damit nicht genug. Das japanische Automobilunternehmen gab weitere Neuigkeiten auf dem Pariser Autosalon bekannt. Denn Honda will noch eins drauf setzen. Der Autohersteller lässt den Civic als Kombi-Variante vom Stapel. Das letzte Mal wurde 2001 ein kompakter Kombi der Japaner in Deutschland verkauft. Das kündigte Manabu Nishimae an, Chef der Automarke in Europa. Damit wird es im kommenden Jahr wieder einen dreitürigen Kombi geben. Der Civic Kombi bietet dann denen, den der (Stau-)Raum im Civic zu wenig war, eine Menge Platz mehr. Wie viel die Kombi-Version kostet wird, verriet Nishimae noch nicht. Wer allerdings schon einmal einen Richtwert bekommen möchte, der kann vorab die Preise in Fahrzeugmärkten vergleichen und schauen, für wie viel die Konkurrenz beim Thema Vans, Kleinbusse und Limousinen Platz und Komfort bietet. Außerdem wurde vom Autohersteller schon im Vorfeld angekündigt, dass auch die Sportversion des Civic Type R wieder vom Band laufen soll. Im Jahr 2015 geht der dynamische Untersatz in Serie, der in Deutschland 2010 aus dem Programm fiel. Damals hatte der Vierzylindermotor des Type-R-Modells 201 Ps und 148 kW.

Toyota steigt auf die Euphoriebremse: Ein Brennstoff-Auto für 100.000 Euro

Verfasst am 1.Oktober 2012 | von | Kategorien: Toyota | Keine Kommentare
© panthermedia.net/12372 (Otto Beigelbeck)

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Die Automobil-Industrie versucht seit einigen Jahren das nachzuholen, was man zuvor versäumt hat: Umweltfreundliche Autos zu bauen hat mittlerweile Priorität bei vielen Herstellern, die inzwischen auch alle Hybrid-Autos in ihrer Produktpalette haben. Ein Auto, das komplett mit Brennstoffzellen betrieben werden kann, darauf müssen die Kunden aber wohl noch einige Jahre warten. Nach Angaben von Toyota würde ein Elektroauto mit Brennstoffzelle, mindestens 100 000 Euro kosten, damit sich die Produktion rechnet. Auf dem Massenmarkt hat man mit solchen Preisen natürlich keine Chance.

Es stellt sich auch die Frage, ob jemand, der das Geld hätte, so viel in ein umweltschonendes Auto investieren würde oder sich von dem Geld lieber gleich eine Luxuslimousine kauft. Die Entwicklung stockt also ein wenig, aber trotzdem will Toyota in den nächsten Jahren weiterhin Hybrid-Autos auf den Markt bringen. Bis zum Jahr 2015 sollen insgesamt 21 neue Hybride zum Verkauf stehen.
Das Elektroauto EQ der japanischen Autobauer wird sich Schätzungen zufolge lediglich 100 Mal in den USA und Japan verkaufen. Toyota versucht zwar, die Forschung alternativer Antriebe voranzubringen, aber es haben sich zahlreiche Probleme ergeben, die die Entwicklung etwas zurückwerfen.

Bei Elektroautos mit größerer Reichweite wollen die Japaner nun auf Wasserstoff-Technologie anstatt auf Batterien setzen. Das Vorzeigemodell von Toyota, der Prius, soll bereits ab 2014 mit Brennstoffzellen-Antrieb in Serienproduktion gehen und dann ab 2015 in Europa, Japan und den USA vermarktet werden.

Bis dahin muss man es jedoch schaffen, die Kosten um mindestens 30 bis 40 Prozent zu senken. Die Frage, in welchen Ländern sich die Vermarktung eines solchen Autos überhaupt lohnt, hängt auch von der Wasserstoff-Infrastruktur ab. Natürlich setzt man auch darauf, dass die Politik diese Autos fördert sowie die Wasserstoffversorgung unterstützt. Um bei der Entwicklung der alternativen Antriebe Fortschritte zu machen, sind die Japaner jetzt auch ein Bündnis mit BMW eingegangen.